Morgens wache ich erschreckt auf, irgendwas ist auf meine Beine gesprungen! Aus Reflex zappele ich etwas und schon ist da nichts mehr. Obwohl es richtig kalt ist, befreie ich mich etwas vom Schlafsack und schaue mich neugierig um, was da los ist. Rechts von mir auf der Lichtung steht ein kleiner roter Fuchs 5m entfernt und schaut mich an. Aber bis ich einen Arm aus dem Schlafsack bekomme, um das Handy zu greifen, macht er sich schon davon. Vermutlich war mein schwarzer Schlafsack etwas wärmer als alles andere, auch weil bei der Kälte schon die aufgehende Sonne zu spüren ist. In der Nacht war es unter dem Gefrierpunkt.
Nach dem Frühstück mache ich einen kurzen Abstecher in den Nationalpark, um dann fix den Heimweg anzutreten. Es stehen ja wieder 100km auf dem Programm. Aber ich mache noch einen weiteren Abstecher nach Mühlhausen, um den Tagesproviant beim Bäcker zu kaufen und hoffentlich einen richtigen Kaffee zu bekommen. Den habe ich auch bekommen und habe ihn mit Gebäck auf dem Marktplatz genossen und kann noch ganz einfach ein politisches Statement in den Post einfließen lassen.
Die nun folgenden 85km sind schnell erzählt, was man halt so aus der Region kennt. Graveln, graveln und dann ein Highlight: weißer Gravel, als ob man in der Toskana ist, auf der Strade Bianchi ist (wo ich auch schon war 😄.